Ärzteausbildung Arlesheim

Einführungsseminar Anthroposophische Medizin 2017

Einführungsseminar Anthroposophische Medizin

Für alle, die mit der Anthroposophischen Medizin neu in Kontakt kommen. Beim Einführungsseminar ermöglichen wir Einblicke in das anthroposophische Menschenbild, in Kunsttherapien, Pflegeanwendungen, den Klinikbetrieb und Fragen der inneren Entwicklung.

  • 19.–22.10.2017
  • Anmeldeschluss: 15.10.2017
  • Frühbucherrabatt bis zum 01.9.2017

Vormittags

Was sind die wissenschaftlichen und menschenkundlichen Konzepte der Anthroposophischen Medizin? Wir werden uns mit der Drei- und Viergliederung des Menschen in Gesundheit und Krankheit beschäftigen und zwar anhand von Impulsbeiträgen, Textarbeit und interaktiven Übungen zu Wahrnehmen, Erkennen und Naturbetrachtung.

 

Nachmittags

Durch konkrete Patientenfälle und im Ausprobieren von künstlerischen Therapien und äusseren Anwendungen (Anthroposophische Pflege) wollen wir die praktische Seite der Anthroposophischen Medizin erleben. Hierzu kann man sich vor Ort für die Arbeitsgruppen eintragen.

 

Kennenlernen kann man auch die Klinik Arlesheim,

das Heilmittellabor und die pharmazeutische Herstellung. Jungärztinnen und -ärzte der Anthroposophischen Medizin (Jungmedizinerforum) laden zum Gespräch ins Nachtcafé. Allgemein, um über eine menschengemässe Medizin der Zukunft, konkret über Ausbildungswege in der Anthroposophischen Medizin zu diskutieren.

Über Anthroposophische Medizin

Krankheit individuell behandeln – Gesundheit ganzheitlich fördern. 

Immer wieder entsteht bei Medizinstudenten die Frage, wie es gelingen kann den Patientenkontakt zu einer tragenden Beziehung werden zu lassen, so dass die Begegnung wesentlich wird. Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse über Mensch und Welt, wie wir sie im Medizinstudium erlernen, führen dazu, dass wir uns den Patienten mit einem oft einseitigen und reduktionistischen Verständnis ihrer Krankheitssituation nähern.

 

Wie gelingt es, dass wir die individuelle Persönlichkeit unserer Patienten erleben, die sich mit ihrem Leid auf ganz einmalige Art und Weise auseinander setzt? Wie kann für eine Krankeitssituation eine ganz individuelle Therapie entwickelt werden? Wie finden wir für unsere Patienten das Gute auf der Grundlage des medizinisch Möglichen und Richtigen?

 

In der Anthroposophischen Medizin wird die herkömmliche Schulmedizin als fundierte naturwissenschaftliche Grundlage begriffen, die jedoch um bestimmte geisteswissenschaftliche Erkenntnisse zu ergänzen ist. „Sie fügt zu der Erkenntnis des physischen Menschen, die allein durch die naturwissenschaftlichen Methoden der Gegenwart gewonnen werden kann, diejenige vom geistigen Menschen.“ Rudolf Steiner, Ita Wegman, Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen, GA27.

 

Die therapeutischen Konzepte der Anthroposophischen Medizin verbinden Komplementär- und Schulmedizin. Phytotherapeutische, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel finden je nach Bedarf ihren Einsatz. Sie werden durch äussere Anwendungen, Bewegungstherapien und Kunsttherapien ergänzt. Über die Krankheitsbehandlung hinaus sollen die Selbstheilungskräfte und gesunden Anteile des Patienten angeregt und gestärkt werden, um Gesundheit nachhaltig zu fördern.

 

Auf dem Weg vom Medizinerzum Arzt. Krankheit kann auch als Entwicklungschance für die Individualität des Menschen verstanden werden. Auf diesen Entwicklungswegen wollen wir unsere Patienten begleiten. Dafür gilt es sich selber vom Mediziner zum Arzt zu entwickeln, indem wir unser Wissen verlebendigen und das Individuelle im Patienten kennen lernen. Philipp Busche, Dr. med. Christoph Kaufmann, Georg Soldner

Programmübersicht

Donnerstag, 19.10.2017

16:00Anmeldung
17:00Begrüssung,
Dr. med. Barbara Hockenjos
17:15Vom Mediziner zum Arzt
Dr. med. Georg Soldner
18:00Ita Wegman und der "Mut des Heilens"
Prof. Dr. med. Peter Selg
18:45Abendessen
20:00Grundlagen der Anthroposophischen Medizin
Philipp Busche und Patrick Gutschner
21:30Singen zum Ausklang
J. Mc Gowan
21:45Ende

Freitag, 20.10.2017

08:00Eurythmie
Noëmi Böken
08:30Erkenntniswerkstatt Menschund Medizin
Dr. Johannes Weinzirl und Hans-Christian Zehnter
10:00Pause
10:45Grundlagen derAnthroposophischen Medizin
Philipp Busche und Dr. med. Patrick Gutschner
12:00Führung durch die Klinik Arlesheim/Heilmittellabor
12:45Mittagspause
13:30Äussere Anwendungen
14:00Arbeitsgruppen Kunsttherapien (Heileurythmie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Sprachtherapie)
15:00Pflanzenbetrachtung - Die Birke
Dr. Severin Pöchtrager
16:00Pause
16:30Klinische Patientengeschichten
Dr. med. Angela Kuck und Dr. med. Martina Haeck
18:00Abendessen
19:30Fragen der Teilnehmenden
20:00Der innere Entwicklungsweg in der Anthroposophischen Medizin
Dr. med. Michaela Glöckler
21:00Singen zum Ausklang
Jennifer Mc Gowan
21:15Ende

Fokustag Hausarztmedizin Samstag, 21.10.2017

08:00Eurythmie
Noëmi Böken
08:30Erkenntniswerkstatt Mensch und Medizin
Dr. Johannes Weinzirl und Hans-Christian Zehnter
10:00Pause
10:45Grundlagen der Anthroposophischen Medizin II
Philipp Busche und Dr. med. Patrick Gutschner
12:00Führung Klinik Arlesheim/Heilmittellabor
12:45Mittagspause
13:30Äussere Anwendungen
14:00Arbeitsgruppen Kunsttherapien (Heileurythmie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Sprachtherapie)
15:00Die Birke als Heilmittel
NN
16:00Pause
16:30Ambulante Patientengeschichten
Dr. med. Felix Schirmer und Dr. med. Jana Ertl
18:00Abendessen
19:30Fragen der Teilnehmer
20:00Forschung in der Anthroposophisch erweiterten Medizin
Prof. Dr. Ursula Wolf
21:00Nachtcafé

Sonntag, 22.10.2017

08:00Eurythmie
Noëmi Böken
08:30Erkenntniswerkstatt Mensch und Medizin III
Dr. Johannes Weinzirl und Hans-Christian Zehnter
10:00Pause
10:45Grundlagen der Anthroposophischen Medizin III
Philipp Busche und Dr. med. Patrick Gutschner
12:00Rückblick und Abschluss
12:45Mittagessen
15:00Führung durch das Goetheanum (fakultativ)
Johannes Nilo

Referenten

Philipp Busche

Innere Medizin und Gastroenterologie, Notfallmedizin. Anerkennung Anthroposophische Medizin.  Ausbilder und Mitarbeiter an der Eugen-Kolisko-Akademie. Oberarzt Innere Medizin und Gastroenterologie an der Klinik Arlesheim. Seminarleiter Ärzteausbildung.

 

 

 

 

 

Dr. med. Jana Ertl

Oberärztin Anthroposophisch erweiterte Medizin, Institut für Komplementärmedizin Universität Bern.

Medizinstudium in München und Freiburg i.B. (DE). Assistenzarztjahre im Raum Basel und Bern. Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin. Fähigkeitsausweis Anthroposophisch erweiterte Medizin. Hausärztliche Tätigkeit im Emmental bis 6/2017. Seit 1/2017 ärztliche Mitarbeiterin Anthroposophisch erweiterte Medizin, IKOM Bern.

Vorstandsmitglied Förderfonds Ärzteausbildung in anthroposophisch erweiterter Medizin (CH).

 

 

Dr. med. Michaela Glöckler

Eremitierte Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum.
Studium der Germanistik und Geschichte in Stuttgart, anschliessend Medizinstudium. Weiterbildung zur Kinderärztin am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und der Universitätsklinik in Bochum. Zehnjährige Kinder- und schulärztliche Praxis. Vortragstätigkeit im In- und Ausland. Zahlreiche Publikationen.

 

 

 

 

Dr. med. Patrick Gutschner

Co-Leiter des Ärzteseminars Anthroposophische Medizin VAOAS.

Ursprünglich kaufmännischer Angestellter. Erwachsenenabitur. Medizinstudium in Bern. Facharzttitel Allgemeine Innere Medizin. Fähigkeitsausweis anthroposophisch erweiterte Medizin, Fähigkeitsausweis klinische Notfallmedizin. Interdisziplinärer Oberarzt an universitärem Notfallzentrum und Hausarzt für allgemeine und Komplementärmedizin in einer Gemeinschaftspraxis.

 

Dr. med. Martina Haeck

Leiterin des Fachbereichs Psychiatrie/Psychosomatik in der Klinik Arlesheim. Medizinstudium in Düsseldorf, Facharztausbildung Psychiatrie in Aachen und Rostock. Promotion im Bereich der Hirnforschung. Ausbildung zur Psychoonkologin (DKG) an der Wannseeakademie/Havelhöhe.




Dr. med. Barbara Hockenjos

Medizinstudium in Zürich. FMH Allgemeine Innere Medizin. Fähigkeitsausweis anthroposophisch erweiterte Medizin. Seit 2000 in eigener Praxis in Zürich. Mitglied Vorstand VAOAS.








Dr. med. Christoph Kaufmann

Leitender Arzt, Fachbereichsleiter Innere Medizin und Kardiologie an der Klinik Arlesheim. Anerkennung Anthroposophische Medizin. Forschungsprojekte in Herzfrequenzvariabilität. Verantwortlicher der Ärzteausbildung an der Klinik Arlesheim.

 

 

 

 

 

Dr. med. Angela Kuck

Chefärztin Frauenklinik, Paracelsus-Spital, Richterswil. Fachärztin Gynäkologie und Geburtshilfe FMH. Operative Gynäkologie, Anthroposophische Medizin,
Schwangerschaftsultraschall (SGUM), IBCLC (Still- und Laktationsberaterinnen).

 

 

 

 

 

Dr. med. Severin Pöchtrager

Assistenzarzt an der medizinischen Universitätsklinik im Kantonsspital Liestal. Medizinstudium in Wien. Anthroposophisches Ärzteseminar an der Eugen Kolisko Akademie in Filderstadt. Erste klinische Tätigkeit im Rahmen der Allgemeinmedizinausbildung in Linz. 3 Jahr Assistenzarzt Innere Medizin in der Ita Wegman Klinik und Klinik Arlesheim. Mitherausgeber des Buches „Mistelforschung und Krebstherapie“.

 

 

 

Dr. med. Felix Schirmer

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH; Fähigkeitsausweise für anthroposophische Medizin VAOAS und psychosomatische Medizin SAPPM. Seit 1990 hausärztliche Allgememeinpraxis in Basel.

 

 

 

 

 

Prof.Dr. med. Peter Selg

Leiter des Ita Wegman Institut für anthroposophische Grundlagenforschung in Arlesheim. Professor für Medizingeschichte, medizinische Anthropologie und Ethik. Autor zahlreicher Publikationen.

 

 

 

Dr. med. Georg Soldner

Stellvertretende Leitung Medizinische Sektion am Goetheanum.
Leiter der Akademie Anthroposophische Medizin der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD). Kinderarzt, München. Autor zahlreicher Publikationen.

 

 

 

 

 

 

Dr. med. Johannes Weinzirl

Assistenzarzt in der Klinik Arlesheim. Medizinstudium in Wien, Promotion an der Kollegialen Instanz für Komplementärmedizin, Universität Bern. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Medizinischen Sektion am Goetheanum und am Institut für Integrativmedizin der Universität Witten/Herdecke.

 



 

Prof. Dr. Ursula Wolf

Professorin für Anthroposophisch erweiterte Medizin an der Universität Bern. Verantwortlich und tätig für Lehre inklusive Betreuung von Masterarbeiten und Dissertationen, Forschung, Patientenversorgung und Expertenfunktion auf nationaler und internationaler Ebene.

Mehrjährige Forschungstätigkeit in den USA. Fachärztin Allgemeine Innere Medizin FMH, Fähigkeitsausweis Anthroposophisch erweiterte Medizin VAOAS/FMH.

Vorstandmitglied der VAOAS.

 

 

Zehnter, Hans-Christian

1963 in Bochum geboren. Studium der Biologie. Seit 1994 Mitarbeiter in verschiedenen Funktionen am Goetheanum in Dornach (Mitarbeit in der Naturwissenschaftlichen Sektion, Redakteur der Wochenschrift "Das Goetheanum", Tätigkeiten in der Tagungsorganisation und im Ticketoffice. Seit Oktober 2016 Herausgeber in der Rudolf Steiner Nachlassverwaltung), freischaffender Dozent und Autor, Schwerpunkt: Anthroposophische Naturanschauung (siehe www.sehenunschauen.ch).

 

 

Therapeuten/Therapeutinnen

Rebekka Lang: Dipl. Pflegefachfrau und Ausbildungsverantwortliche Pflege an der Klinik Arlesheim. Seit 2008 an der Klinik tätig, auf der Inneren Medizin, dem Notfall und in der Ausbildung. Neu ausschliesslich in der Ausbildung. Grundkurs Anthroposophische Pflege sowie Expertin Rhythmische Einreibungen IFAN. Ausbilderin mit Fachausweis.

 

  

Noëmi Böken: Betriebseurythmie Klinik Arlesheim AG, CH, Heileurythmistin im Zentrum für integrative Onkologie in Zürich. Eurythmiestudium in Den Haag. Mitarbeit an verschiedenen Eurythmie Projekten und Bühnen. Gründung des eigenen Eurythmie-Ensembles „JugendStil“. Weiterbildung in New Dance, Freiburg. Fortbildung Eurythmie am Arbeitsplatz mit Annemarie Ehrlich. Heileurythmieausbildung in Unterlengenhardt/Deutschland.



Georg Hegglin: Kunsttherapie in der Klinik Arlesheim. 1977 Sekundarlehrerdiplom, danach Unterrichtstätigkeit in Hull GB und an der Berufs- und Diplommittelschule in Biel CH. Ab 1985 Ausbildung und Berufstätigkeit in anthroposophischer Kunsttherapie. Lehrtätigkeit für Kunsttherapeuten, Ärzte und Pharmazeuten.

 

 

Viola Heckel: Musik-und Gesangstherapeutin an der Klinik Arlesheim. M.A., Musik-und Gesangstherapeutin, Kunsttherapeutin SVAKT, Chorleiterin. Musikstudium Alfter/Bonn. Musiktherapiestudium (anthroposophische Grundlage), Berlin. Gesangstherapiestudium nach Werbeck-Svärdström. Ausbildung zur Chorleiterin, Masterstudiengang. Seit 25 Jahren in klinischer Musiktherapie tätig. Forschungsprojekt zur Wirkung von Musik auf Atem- und Herzrhythmus, Gastdozententätigkeit in DE, CH, USA, RU.

 

Alexander Faldey: Krankenpfleger in der Filderklinik, Studium der Sprachkunst in Dornach an der Dora Gutbrod Schule, Sprachtherapeut und Bereichsleitung Therapien in der Klinik, Arlesheim, Anerkennung EMR, SVAKT.

 

 

 

 

 

Anmeldung

aerzteausbildung@klinik-arlesheim.ch

per Post
Klinik Arlesheim, Claudia Rordorf, Pfeffingerweg 1, 4144 Arlesheim, CH

Tel. +41 (0)61 705 73 05